Akzente setzen

Zum sechsten Mal ging am 22. Juni 2019 die Verleihung des Hohenemser Literaturpreises über die Bühne. Mit diesem Preis, der 2009 von Michael Köhlmeier initiiert wurde, sollen bewusst deutschsprachige Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache gefördert und ausgezeichnet werden.

Migration und kultureller Wandel prägen seit Jahrhunderten unser Zusammenleben, unsere Sprache und unsere Literatur. Ganz besonders das »Vierländereck« ist seit jeher von grenzüberschreitenden Beziehungen gekennzeichnet. Mit dem Hohenemser Literaturpreis wird ein Forum für Kulturschaffende mit Migrationshintergrund geboten – und für das Neue und Unerwartete, mit dem sie in die Kulturlandschaft bereichern.
Die 111 eingereichten Texte spiegeln die Vielfalt der deutschsprachigen Literaturszene wider. Dieses Jahr ist es Karosh Taha, deren Text »Körpersprache« mit dem mit 7.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet wird. Die Autorin, 1987 in Zaxo (Irak) geboren und seit 1997 im Ruhrgebiet wohnhaft, veröffentlichte letztes Jahr ihren Debütroman »Beschreibung einer Krabbenwanderung«.