Die Familie Brunner

Eine europäisch-jüdische Geschichte Hohenems-Triest-Wien

Hannes Sulzenbacher

Waren ihre Vorfahren noch Metzger und Viehhändler in Hohenems gewesen, so erlebte die jüdische Familie Brunner einen steilen sozialen und kulturellen Aufstieg

Anfang des 19. Jahrhunderts verließ fast eine ganze Generation Vorarlberg, um woanders ihr Glück zu suchen. Ihr Ziel war die österreichische Hafenstadt Triest, deren rasante Entwicklung als habsburgische Mittelmeermetropole auch den Brunners eine Glanzzeit bescherte.

Wie unter einem Brennglas lässt sich an ihnen europäisch- jüdische Geschichte studieren, an einer Familie die bald über weite Teile Europas verstreut lebte und dennoch miteinander und mit Hohenems in engem Kontakt blieb. Mit der Entwicklung Europas zu einem Kontinent des Nationalismus und gegenseitigen Hasses, mit den Verheerungen zweier Weltkriege und der Vertreibung und Vernichtung der europäischen Juden endet auch die Hochblüte der Familie Brunner. Viele von ihnen wurden in alle Welt zerstreut. Noch immer aber treffen sich Angehörige der Familie regelmäßig, irgendwo auf dem Globus, oder in Hohenems.

Ausgangspunkt für dieses Buch ist die Ausstellung »Die letzten Europäer. Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee« im Jüdischen Museum Hohenems – und eine umfangreiche Dauerleihgabe an das Museum: der Nachlass von Carlo Alberto Brunner, bestehend aus Briefen und Dokumenten, Memorabilia und Alltagsgegenständen vieler Generationen. Sie ermöglichen einen Blick auf 300 Jahre jüdischer Familiengeschichte und auf ein europäisches Zeitalter.

05 / 2021 
1. Auflage
Softcover mit Klappen
17 x 23,5 cm
240 Seiten
ISBN 978-3-99018-573-5

EUR 19,80 CHF 24,-

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