Sir Arthur Conan Doyle in Feldkirch

Die Literaturstadt Feldkirch steht in den kommenden Tagen ganz im Zeichen von Sir Arthur Conan Doyle. Bevor er als Schöpfer von Sherlock Holmes in die Geschichte einging, verbrachte der schottische Autor nämlich 1875/76 ein Schuljahr an der Jesuitenschule Stella Matutina in Feldkirch. Der Aufenthalt schien ihm in guter Erinnerung zu bleiben: »Einen anmutigeren Flecken gibt es in ganz Vorarlberg nicht«, schrieb er 1890 über Feldkirch.

Anlässlich seines 160. Geburtstags wird der wohl berühmteste Krimiautor jetzt mit einer eigenen Gasse in Feldkirch geehrt: Die bisher namenlose Verbindung zwischen Neustadt und Entenbachgasse hinter dem Rathaus wird in Zukunft Arthur-Conan-Doyle-Gasse heißen. Eine passendere Adresse hätte man wohl kaum finden können – hinter dem Rathaus befand sich früher nicht nur das Gefängnis, sondern bis 1970 auch das Stadtarchiv mit diversen Kriminalakten.

Die feierliche Einweihung der Arthur-Conan-Doyle-Gasse findet am Samstag, 25. Mai 2019, um 11 Uhr statt. Zahlreiche Vertreter der Deutschen und Schweizer Sherlock-Holmes-Gesellschaften reisen extra dafür an.

Im Anschluss hält der Universitätsprofessor Reinhard Haller um 16 Uhr im Ratssaal eine »Erzählstunde« über die größten Kriminalfälle Österreichs.

Und noch ein zusätzlicher Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene: Heute, 23. Mai 2019, um 20:15 Uhr, spricht Autor Philipp Schöbi im Theater am Saumarkt über Arthur Conan Doyles Zeit in Feldkirch.

Morgen, 24. Mai 2019, um 20:15 Uhr, ebenfalls im Theater am Saumarkt, berichten Gerald Axelrod und Thomas Fröhlich von den Spuren, die Arthur Conan Doyle mit Sherlock Holmes in Österreich hinterlassen hat.

Unsere Lesetipps zu diesem besonderen Anlass:

Philipp Schöbis »Das literarische Feldkirch« ist eine akribisch recherchierte Literaturgeschichte der Montfortstadt, die schon zahlreiche Autorinnen und Autoren inspiriert hat, von Arthur Conan Doyle und James Joyce bis zu Thomas Mann, Stefan Zweig und Paula Ludwig.

In ihrem Feldkirch-Krimi »Ihr letzter Fund« schildert Marlene Kilga eine packende Mordermittlung, in der ein vergessenes Manuskript von Arthur Conan Doyle eine entscheidende Rolle spielt.